Conclusio Thomas Schürmann de

Durch die Wallonie III

Von der Sambre an die Vesle

Im Innenhof der Abtei Scourmont - bis heute wird in der Abtei, so die Aussage der Website, das Chimay Bier gebraut - Blick von Innen auf das Eingangstor, der friedlich, mitten im Wald gelegenen Abtei.

Im Innenhof der Abtei Scourmont - bis heute wird in der Abtei, so die Aussage der Website, das Chimay Bier gebraut

Blick von Innen auf das Eingangstor, der friedlich, mitten im Wald gelegenen Abtei.
Foto: Thomas Schürmann, Nikon D800E, Sigma Art 28mm - 35mm/1:2 DG, 21.05.2022

Es geht von der Abbaye d'Aulne an der Sambre über die nördlichen Ardennen hinunter bis nach Reims in der französischen Champagne.

Die Ardennen hinter Flaignes-Havys im französischen Département Ardennes - Eine weiche, offene und geradezu liebliche Kulturlandschaft

Die Ardennen hinter Flaignes-Havys im französischen Département Ardennes

Eine weiche, offene und geradezu liebliche Kulturlandschaft
Foto: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 21.05.2022

Die Ardennen

Wunderschön

Auch am dritten Tag unserer Reise von Brüssel nach Reims sollte die Wallonie noch mehrmals ihr Antlitz wandeln, so vielfältig ist die Landschaft, so abwechslungsreich sind die Orte. Die Landschaft ist wunderschön, von einer lieblichen Sanftheit, wie sie nur die Mittelgebirgs-Kulturlandschaften haben.

Im ersten Teil sind wir nach Brüssel gereist, im zweiten Teil ging es über den Löwenhügel bei Waterloo und die Industriestadt Charleroi zu unserem Schlafplatz direkt neben der Abbaye d'Aulne.

Kräftige Stärkung

Guter Schlaf und exzellentes Frühstück

Während unsere Restaurant-Planung am ersten und zweiten Tag eher schlecht ausfiel - wir picknickten am Vorabend an der Sambre - hatten wir mit der Wahl der Hotels ein wirklich gutes Händchen. Kleinigkeiten machen das Besondere aus. Die Zimmer mit ihren Bruchsteinwänden in der L'Auberge de L'Abbaye d'Aulne  sind wunderschön. Es gibt kostenloses Wasser im zentralen Kühlschrank. Und wir haben in den bequemen Betten auch ausgezeichnet geschlafen und wachten mit der Sonne im Rücken auf. Sie schien von Osten durch das eine Fenster hinein und das andere hinaus schien. Und dabei konnten wir liegend auf die Klosterruine der Abbaye d'Aulne blicken. Eine echte Empfehlung!

Das Frühstück war sehr gut und mehr als ausreichend gestärkt machten wir uns auf den Weg. Euch erwarten in diesem fotografischen Reisebericht die größten Wasserflächen Belgiens, ein interessanter Bahnhof, der auf einer Brücke steht, Klosterbier, ein schönes Schloss, in dem Barockfestspiele stattfanden, Teiche mit vielen Fischen, ein spezielles Rezept, fast verlassene Dörfer, eine alte Straßenbahnbrücke und eine beeindruckende Kathedrale am Ende des Tages.

Erstes Ziel unserer Reise war Chimay, das der/dem einen oder anderen für das gleichnamige Klosterbier bekannt sein dürfte.

Eau d'Heure-Stauseen

Unterschätze niemals die Provinz 

Die Klosterruine der Abbaye d'Aulne lassen wir rechts liegen und schon wenig später geht es auf der schnurgeraden Bundesstraße zwischen Gozée und Beaumont ein kleines Stück Richtung Süden. Wir sind Richtung Boussu-Lez-Walcourt abgebogen.

Boussu-Lez-Walcourt ist ein Ortsteil der Gemeinde Froidchapelle und liegt in der Nähe der 5 Eau d'Heure-Staudämme im Süden Belgiens. Sie bilden seit 1970 den größten Wasserspeicher Belgiens mit 86 Millionen Kubikmetern und einer Fläche von 635 ha gleich 6,35 Quadratkilometern. Zum Vergleich: der Biggesee hat eine Fläche von 8,95 Quadratkilometern, der Bodensee eine von 536 km². Neben touristischen Zielen sollten die Seen unter anderem dem Kanal Charleroi-Brüssel nach dessen Ausbau auf Schiffe von 1350 Tonnen mit ausreichend Wasser versorgen. Auch für die Trinkwasserversorgung der Region Charleroi haben die Seen eine große Bedeutung. Daneben erzeugt ein Pumpspeicherwerk Strom für Spitzenlasten. Beim Vorbeifahren sehen wir, wie im grellen Sonnenlicht des Frühlings Wasserskifahrer über die glitzernde Oberfläche der Seen flitzen. Über die lange Staumauer des Plate-Taille geht es weiter Richtung Süden.

Der frühere Bahnhof von Cerfontaine im Hennegau - Da die Strecke wegen des hohen Passagieraufkommens zweigleisig wurde, war ein neuer Bahnhof nötig. Er wurde auf einer Brücke über die Gleise errichtet.

Der frühere Bahnhof von Cerfontaine im Hennegau

Da die Strecke wegen des hohen Passagieraufkommens zweigleisig wurde, war ein neuer Bahnhof nötig. Er wurde auf einer Brücke über die Gleise errichtet.
Photo: Wikipedia, , 2013, Quelle: Wikipedia

Die Linie 132

Der Brückenbahnhof

Fährt man heute von Norden auf der N589 kommend in den Ort, führt ein Stück der Straße über die ehemalige Eisenbahntrasse  der Sambre-et-Meuse-Eisenbahn (Charleroi-Vireux, später auch Linie 132 im Belgischen Kursbuch) und unterquert den früheren Bahnhof von Cerfontaine (Historische Bilder). Der Bahnhof, früher an der 1853 eingeweihten Eisenbahnstrecke gelegen, fiel dem Bau der oben genannten Staudämme zum Opfer, denn die Strecke wurde von Walcourt ins östlich liegende Neuville verlegt, und damit entfiel der Halt in Cerfontaine.

Der Bahnhof ist eine architektonische Besonderheit, denn er wurde 1920 auf eine eigens errichteten Brücke über die Strecke gebaut. Vor dem Bahnhof, auf dem Bild von dieser Seite nicht sichtbar, führte vor dem Bahnhof eine schmale Straße über die Brücke. Rechts und links laufen Treppen zu den Bahnsteigen hinab. Der Grund für einen neuen Bahnhof war 1920, dass das hohe! Verkehrsaufkommen auf der gesamten Strecke ein zweites Gleis erforderlich machte. Für Eisenbahnfans und mich goldene Zeiten. Entworfen wurde das Gebäude von Léon Pèche, einem Zivilbauingenieur aus Cerfontaine. Seit 1992 ist der Bahnhof offiziell ein belgisches Baudenkmal und beherbergte seit 1973 das Regionalmuseum von Cerfontaine. Zum Zeitpunkt des Fotos (Wikipedia.fr) wurde der Bahnhof augenscheinlich renoviert, das war 2013 sein.

Vielen Dank an G.D. von Gares belges für die freundliche Erlaubnis die historischen Bilder nutzen zu dürfen. 

Der frühere Bahnhof von Cerfontaine - Entworfen wurde das Gebäude von Léon Pèche, einem Zivilbauingenieur aus Cerfontaine.

Der frühere Bahnhof von Cerfontaine

Entworfen wurde das Gebäude von Léon Pèche, einem Zivilbauingenieur aus Cerfontaine.
Photo: Gares belges, Quelle: Gares Belges,

Den Ortskern von Cerfontaine, den wir anschließend durchquerten, renovierte man kürzlich aufwändig; für meinen Geschmack allerdings mit zu viel Beton und Pflastersteinen.

Von Cerfontaine ist es auf der N589 nicht mehr weit bis nach Chimay. Die Straße führt am Lac de Virelles vorbei, der aus einer sumpfigen Senke entstanden ist. Im 15. Jahrhundert ließ man das Wasser weiter aufstauen, um mit dem Abfluss die Räder von zwei Schmieden am Überlauf zu betreiben. Im 19. Jahrhundert pachteten die Prinzen von Chimay den See und das Gelände darum zum Angeln und Jagen. Der große Fischreichtum des Sees machte es notwendig diesen auch einzulagern, dabei kopierte man ein spanisches Rezept mit Essigsauce, geboren war eine Spezialität, für die die Gegend um Chimay noch heute bekannt ist, das Escavèche. So zumindest wird es erzählt.

Nebenstraße in Chimay - Chimay ist eine sehr schöne südbelgische Kleinstadt, die sich ihren Charme bewahrt hat. Nur auf den Autoverkehr in der Innenstadt könnte ich gut verzichten.

Nebenstraße in Chimay

Chimay ist eine sehr schöne südbelgische Kleinstadt, die sich ihren Charme bewahrt hat. Nur auf den Autoverkehr in der Innenstadt könnte ich gut verzichten.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Chimay

Die musikfreundliche Salonnière

Vor uns liegt Chimay auf einer Anhöhe auf einem Kalksteinstreifen, der schon vor der Klosterzeit gerodet und auf dem seit dem Ackerbau betrieben wird. Wir machen Halt, um uns den Ort anzuschauen. Störend empfanden wir dabei, dass auch in Chimay nicht von der Angewohnheit abgelassen werden kann, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, egal ob zur Apotheke oder bis vor das Café. Das geht schöner und besser finde ich, denn der Ortskern von Chimay ist eigentlich ganz reizvoll und lohnt sich entdeckt zu werden. Und da sitzt und spaziert man schöner, wenn nicht jede Minute ein Auto angelassen oder rumgekurvt wird.

Dominierend im Ortskern ist der große Platz, an den sich unmittelbar das Schloss der Prinzen von Chimay anschließt. Aktuell bewohnt dieses Elisabeth de Chimay, die man nicht mit Élisabeth de Riquet de Caraman-Chimay, einer Pariser Lebedame, verwechseln sollte. Das Schloss Chimay selbst ist ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert und wurde durch einen Brand 1935 fast völlig zerstört. Durch den Wiederaufbau erhielt es sein heutiges Antlitz im Renaissance-Stil Heinrich IV. Das Schloss beherbergt ein schönes Theater mit 200 Sitzplätzen, dass mehrmals im Mittelpunkt von Barockwettbewerben und -festivals stand.

Das Theater geht auf eine in Frankreich sehr bekannte Figur zurück, eine andere Bewohnerin des Schlosses, nämlich Thérésia Cabarrus, gemeinhin und öfter wohl „Madame Tallien“ genannt, wurde am 31. Juli 1773 im Palast San Pedro in Carabanchel Alto bei Madrid geboren und starb am 15. Januar 1835 im Schloss Chimay im heutigen Belgien. Sie war eine französische Salonnière und eine einflussreiche Frau während der Französischen Revolution. (...) Ihr Salon in ihrem Haus in der Allée des Veuves, in der Nähe der Champs-Élysées, wird berühmt.“ (Quelle: Wikipedia) Und über Madame Tallien kommen wir auch wieder zum Schlachtfeld von Waterloo zurück, denn sie soll dem noch unbeorderten späteren General Napoleon Bonaparte Bettlaken geschickt haben, damit dieser damit seine Kleidung oder Unterkleidung aufbessert. Durch den Staatsstreich des 18. Brumaire VIII wird sie vom Pariser Hof verstoßen und heiratet am 9. August 1805 François Joseph de Riquet de Caraman, den Prinzen von Chimay. Der Brumaire (deutsch auch Nebelmonat) ist der zweite Monat des republikanischen Kalenders der Französischen Revolution. So viel Zeit muss sein.

Das Schloss von Chimay - Das Schloss Chimay selbst ist ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert und wurde durch einen Brand 1935 fast völlig zerstört. Durch den Wiederaufbau erhielt es sein heutiges Antlitz im Renaissance-Stil Heinrich IV.

Das Schloss von Chimay

Das Schloss Chimay selbst ist ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert und wurde durch einen Brand 1935 fast völlig zerstört. Durch den Wiederaufbau erhielt es sein heutiges Antlitz im Renaissance-Stil Heinrich IV.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

„Während ihres 25-jährigen Zusammenlebens empfing das musikliebende Paar zahlreiche Künstler wie Daniel Auber, Rodolphe Kreutzer, Luigi Cherubini, Charles de Bériot und Maria Malibran in Paris und später in Chimay, wo Theresa einen kleinen Hofstaat bildete. Cherubini komponierte seine Messe in F in diesem Schloss.“ (Quelle: ebd.)

Nebenstraßen. - Neben der historischen Altstadt nehmen sich manche Fassaden so absurd aus, dass ich einfach ein Bild machen muss.

Nebenstraßen.

Neben der historischen Altstadt nehmen sich manche Fassaden so absurd aus, dass ich einfach ein Bild machen muss.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Wir verlassen Chimay auf der Rue de Planchette Richtung Bourlers, einem Ort mit wirklich schönen Häuser, der aber leider komplett von zugeteerten Parkflächen vor den Häusern dominiert wird. Welch verschenktes Potential. (So geht es andauernd auf der Reise, ein paar Bäume und Bänke, ein paar Grünflächen und man käme sich ganz und gar wie im Urlaub vor, diese Chance vertun viele Orte in Belgien, die es ebenso schlimm erwischt zu haben scheint, wie ihre Pendants in Deutschland, wenn der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Oberhand gewann.)

Turm auf Feld - Wahrscheinlich ein Wasserturm, leider konnte ich weitere Informationen nicht ausfindig machen.

Turm auf Feld

Wahrscheinlich ein Wasserturm, leider konnte ich weitere Informationen nicht ausfindig machen.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Auf dem Weg zur Abtei Scourmont - dazu später - sehen wir auf der rechten Seite einen Wasserturm. Ein interessanter Fotohalt.

Schöne Gartenstimmung in der Abtei Scourmont - Die Stimmung in der 1850 gegründeten Abtei ist friedlich. Nur ein paar Besucher finden sich ein.

Schöne Gartenstimmung in der Abtei Scourmont

Die Stimmung in der 1850 gegründeten Abtei ist friedlich. Nur ein paar Besucher finden sich ein.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Chimay - Klosterbier aus Scourmont

Ein modernes Zisterzienserkloster

Gegen Mittag erreichen wir die berühmte Abtei Scourmont. Just in dem Jahr, in dem Jenny Lind, die göttliche schwedische Sängerin zum ersten Mal amerikanischen Boden betrat, 1850, lud der Prinz von Chimay die Mönche der Sint-Sixtus-Abtei in Westvleteren (Westflandern) ein, in der Nähe von Chimay eine neue Zisterzienserabtei zu gründen.

In der Sint-Sixtus-Abtei nördlich von Poperinge in Flandern brauten die Mönche seit bereits 1839 Bier, dass bis heute unter dem Namen Westvleteren bekannt ist und erfolgreich vermarktet wird. Ob es das Bier war, an dem der Prinz Interesse hatte? Jedenfalls ging der Plan auf, seit 1860 wird in der Abtei Bier gebraut, und das ist auch heute noch so. Das Bier wird in der Abtei gebraut. Um die Klosterruhe nicht zu stören und weil die Nachfrage die Herstellungsmöglichkeiten am Ort des Klosters überstieg, erfolgt die Abfüllung allerdings seit 1978 am Standort Baileux, was nur ein paar Kilometer östlich vom Kloster liegt.

Das Bier der Abtei Scourmont ist eines von nur sechs Bieren in Belgien, die die Bezeichnung Trappistenbiere tragen dürfen. Auch weltweit sind es nur 14 Abteien, die diese Bezeichnung tragen.

Der Friedhof der Abtei Scourmont - Buchsbaumhecken überwachsen die Gräber der Mönche

Der Friedhof der Abtei Scourmont

Buchsbaumhecken überwachsen die Gräber der Mönche
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Von der Brauereigeschichte des Klosters merkt man beim Besuch sehr wenig. Eher überrascht die besonders friedliche Ruhe und Andacht, die über der ganzen Anlage zu liegen scheint. Die Gärten sind gepflegt, der Baumbestand ist erlesen und alt. Hier findet man ein wenig Ruhe, wenn man möchte. Es lohnt sich sehr, den breiten Weg hinunter zum Friedhof des Kloster zu spazieren, er ist in seiner Anlage etwas eigentümlich Einzigartiges. Vom Friedhof aus öffnet sich die Landschaft nach Westen und man hat einen schönen Ausblick auf die Felder hinter dem Kloster, das ansonsten von Wald umgeben ist.

Gewaltige Bäume im Innenhof - Zur schönen Stimmung im Hof der Abtei tragen die großen lichten Bäume bei. Im Mai ein besonderer Genuss.

Gewaltige Bäume im Innenhof

Zur schönen Stimmung im Hof der Abtei tragen die großen lichten Bäume bei. Im Mai ein besonderer Genuss.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800E, 2022

Wir fahren nach dem Besuch auf der Hauptstraße weiter Richtung Süden. Die Landschaft wechselt erneut ihr Antlitz und nimmt mit ihrer kleinteiligen Aufteilung gerade zu britische, südenglische Züge an. Die Wiesen und Weiden sind übersät mit wunderschönen Butterblumen und Löwenzahn und schimmern wie ein goldenes Fließ im Licht der belgischen Nachmittagssonne.

Es ist schön hier.

Die Brücke der Straßenbahnlinie 453A - Am Straßenrand stand eine schöne Steinbrücke, deren Sinn sich erst zu Hause recherchieren liess

Die Brücke der Straßenbahnlinie 453A

Am Straßenrand stand eine schöne Steinbrücke, deren Sinn sich erst zu Hause recherchieren liess
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Die Geschichte einer Brücke

Linie 453A

Nach der Einmündung der Rue des Sapiniéres (Straße der Tannenschonungen oder Tannenwälder) auf die N 589 sehe ich am Straßenrand eine schöne Brücke und mache schnell ein Foto. Hier im Büro konnte ich mühsam recherchieren, zu welcher Infrastruktur die Brücke gehörte. Um 1900 war Belgien das Land mit dem dichtesten Eisenbahnliniennetz. Dazu gehörten nicht nur Normalspurstrecken (für die Nichteisenbahner*innen: eine Spurweite von 1435 mm), auch Schmalspurstrecken und Straßenbahnlinien trugen ihren Teil zu dieser einmaligen Infrastrukturnetz bei. Um Charleroi gab es ein dichtes Straßenbahnnetz, auf dem man über Thuin bis nach Chimay reisen konnte, aber auch in den Ardennen gab es eine Vielzahl von Strecken, mit denen es sogar möglich war, über die Grenze nach Frankreich zu reisen. Eine dieser Strecken war die Straßenbahnlinie 453A  von Chimay nach Cul-des-Sarts, und zu dieser Strecke gehört die abgelichtete Brücke, auf der Meterspurgleise verlegt waren. Ergänzung vom 17.07. 2022: Auf dieser Karte des französichen Eisenbahnnetzes (Nouvelle Carte des Chemins de Fer, Lignes de Navigation, Canaux, Riviéres von A. Taride, Editeur, Quelle: Timetable World, leider unbekanntes Datum) ist sie sogar eingezeichnet. Danke an die Straßenbahnfreunde Hemer für diesen Tipp! 

Wir versetzen uns einmal in die Vergangenheit zurück. Schon im 17., 18. und 19. Jahrhundert waren die Ardennen keine reiche Provinzregion. Die vereinzelten Orte waren im Winter nur schwer über die unpassierbaren Gemeindewege (chemin vicinal) zu erreichen. In Cul-des-Sarts, noch 1571 aus zwei Häusern bestehend, entwickelte sich zunächst durch Holzfäller, Köhler und Flößer so etwas wie eine Siedlungsgemeinschaft, auf die durch die Abholzungen der dichten Ardennenwälder Viehzucht und Milchwirtschaft folgten. Langsam entwickelte sich um Mühlen und Schiefergruben eine gewisse Vorindustrie, die ersten Dampfmaschinen kamen auf, in der Provinz Namur oder im Hennegau noch eher selten.  Ende des 19. Jahrhunderts boten immerhin eine Streichholzfabrik, eine Schuhfabrik und die Zigarrenfabrik Thomas Philippe vielen hundert Menschen Arbeit, heute gibt es in ganz Cul-des-Sarts keine Fabrik mehr.

Schließlich baute die 1884 gegründete staatliche Gesellschaft Société nationale des chemins de fer vicinaux (SNCV, Liste der Stationen und Depots) 1904 eine Meterspur-Straßenbahnlinie, die Chimay über Bourlers, vorbei an Forges, weiter über Riézes, Nimelette mit der Ortschaft Cul-des-Sarts verband (Hier eine Karte). Die Idee der SNCV war, mit kostengünstig gebaut und einfach ausgestatteten Strecken der sogenannten Vizinalbahnen ländliche Gebiete aus der wirtschaftlichen Stagnation zu befreien. (Vielleicht ein Projekt mit Zukunft?). Mindestausstattung einer Haltestelle war ein gusseiserner Pfosten, höchste Entfernung zu einem „echten“ Bahnhof waren 25 Kilometer. 

Der Fahrplan der wahrscheinlich mit sehr interessantem Rollmaterial betrieben Straßenbahnlinie (vergleichbare Fahrzeuge, Streckenbeschreibung) war für eine so wenig besiedelte Region eindrucksvoll. Um 5:50, 11:55, 16:15, 19:30 und 21:00 Uhr konnte man von Chimay nach Cul-des-Sarts und weiter über die Linie 453b von Cul-des-Sarts nach Couvin reisen. Besonders schnell war die Fahrt nicht, für die insgesamt 43km lange Strecke brauchte die Tram 4 Stunden und 10 Minuten. Gemütlich. Auch umgekehrt gab es 1931 fünf Verbindungen. In Petit Chapelle war es möglich über eine Linie der französischen Chemins der fer départementaux des Ardennes (einer Meterspurstrecke, Postkarte von Le Chesne ) über die Festungsstadt Rocroi das französische Eisenbahnnetz in Tremblois-les-Rocroi zu erreichen. Von hier war eine Weiterfahrt nach Charleville-Mézieres an der Maas möglich. 

1960 wurde der Betrieb auf beiden Strecken eingestellt, die Straßenbahn wurde durch Busse ersetzt. 

Weide ohne Vieh - Der Blick öffnet sich weit durch den Stacheldraht

Weide ohne Vieh

Der Blick öffnet sich weit durch den Stacheldraht
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Land und Straßen

Zweimal hinsehen

Wie Euch bestimmt schon aufgefallen ist, der Reiz der Wallonie entsteht häufig erst durch den zweiten Blick. Auf der N 589 geht es weiter, hier bildet die Eau Noire eine natürliche Grenze zum Département Ardennes. Viele Fischteiche liegen neben dem kleinen Flüsschen und schon bald erreichen wir die Ortschaft Regniowez, biegen von der N 589, die uns jetzt so lange gut führte, rechts auf die D32 und dann auf die D22 ab und sind jetzt in Frankreich. Adieu Wallonie, willkommen im Département Ardennes, mit seinen 270.582 Einwohnern auf 5.250 Quadratkilometern.

Einsame Schönheit - Die Ruhe hier ist ein Genuss. Vielleicht nicht für jeden.

Einsame Schönheit

Die Ruhe hier ist ein Genuss. Vielleicht nicht für jeden.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Für die Ardennen in Frankreich hatten wir überhaupt keinen Plan und so überlasse ich es meinem Sohn, nach Gutdünken Straßen von Interesse auszuwählen. So hatte ich es mir vorgestellt. Wir lassen uns treiben, Hauptsache wir erreichen Nachmittags irgendwie Reims.

Frühgotischer Innenraum der befestigten Kirche -

Frühgotischer Innenraum der befestigten Kirche


Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e,

Wir fahren über Éteignières nach Auvillers-les-Forges, durch das kleine Nest Foulzy nach Flaignes-Havys, wo wir die Église Saint-Laurent, eine frühgotische befestigte Kirche besichtigen. Sie verfügt über einen der wenigen in der Region noch erhaltenen befestigten Rundtürme an der Ostseite.

Häuser gegenüber der Kirche in Flaignes-Havys - Der Charme, den abbruchreife Häuser aufweisen steht im Gegensatz zum Bedürfnis der Menschen nach einer schönen und lebenswerten Heimat.

Häuser gegenüber der Kirche in Flaignes-Havys

Der Charme, den abbruchreife Häuser aufweisen steht im Gegensatz zum Bedürfnis der Menschen nach einer schönen und lebenswerten Heimat.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Solche Häuser sehen wir oft zwischen Chimay und Reims. Allerdings hat sich der architektonische Charakter beim Überqueren der Grenze völlig geändert.

Aliens? Nein, Altglascontainer. - Ich konnte nicht widerstehen, beim Anblick dieser freundlich lachenden Gesellen.

Aliens? Nein, Altglascontainer.

Ich konnte nicht widerstehen, beim Anblick dieser freundlich lachenden Gesellen.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Es geht über Cernion nach Aubigny-les-Pothées, einem Dorf, das während der Schlacht von Rocroi - vom 19. Mai 1643, wir sind 2 Tage zu spät für einen Kalendergedenktag - während des spanisch-französischen Krieges, wie so viele andere, niedergebrannt wurde. Wir biegen vor der Unterführung der Bahnstrecke Valenciennes - Charleville-Mézieres links ab und stehen unversehens vor diese 2 Aliens, die es sich in einer Ecke neben der Bahnstrecke gemütlich gemacht haben.

Einkaufswagen, Carrefour in Signy-l'Abbaye  - Ob den letzten Wagen jemals jemand benutzt hat? Einkaufen und Leben in den französischen Ardennen ist nicht so einfach.

Einkaufswagen, Carrefour in Signy-l'Abbaye

Ob den letzten Wagen jemals jemand benutzt hat? Einkaufen und Leben in den französischen Ardennen ist nicht so einfach.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Über Lépron-les-Vallées geht es nach Signy-l'Abbaye, wo wir im Carrefour ein wenig einkaufen und in der schönen Ortsmitte am Fluss La Vaux in der Sonne Pause machen. Was wir nicht wussten, auch in Signy-L'Abbaye wird Bier gebraut, und zwar das Biere de l'Abbaye de Signy.

Schönheit - Fast unwirklich schön wiegen sich die Halme im leichten Wind auf den Höhenzügen der französischen Ardennen.

Schönheit

Fast unwirklich schön wiegen sich die Halme im leichten Wind auf den Höhenzügen der französischen Ardennen.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Frisch gestärkt fahren wir weiter nach Südwesten und beenden mit der Auffahrt auf die A34 bei Rethel unsere schöne Landpartie durch den französischen Teil der nördlichen Ardennen und erreichen gegen 15:30 Uhr Reims in der Champagne.

Die Rückseite der Kathedrale neben dem Palais du Tau - Ein schöner Park neben dem Palais du Tau grenzt das Gelände der Kathedrale zum Cours Anatole France ab.

Die Rückseite der Kathedrale neben dem Palais du Tau

Ein schöner Park neben dem Palais du Tau grenzt das Gelände der Kathedrale zum Cours Anatole France ab.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Gewaltige Steinsymphonie, 

Das ungeheure Werk eines Mannes und eines Volkes

Victor Hugos Zitat von 1831 passt sehr gut als Einführung in unseren Großstadtbesuch. Wir sind in Reims. Ich hatte ganz vergessen, wie viele berühmte Champagnerhäuser direkt in Reims sitzen, und so fahren und laufen wir an  so klangvollen Namen wie Taittinger, Veuve Cliquot, Vranken, Pommery und anderen vorbei. Wir parken am Square Georges Jantzy und laufen in die Stadt. Wir wollen die Kathedrale sehen. Und ich freue mich, wie die Wucht dieses immensen Gebäudes ihre Wirkung entfaltet und meinen Sohn und mich erstaunt. Wahrhaftig ein Berg aus Stein, dieses Gebirge von Spitzbögen, Maßwerk, Pfeilern, Kapitellen, Säulen, Fialen und Fensterrosetten aus dem Lutetianer Kalkstein der Gegend um Reims. Und wie hell sie von außen ist, wenn man sie mit dem Kölner Dom vergleicht, der ja ebenfalls eine sehr große Kathedrale und höher ist. Jahrhundertelang wurden hier die französischen Könige gekrönt, verursacht durch Zerstörungen im 1. Weltkrieg fanden hier viele politische Versöhnungsgesten zwischen Frankreich und Deutschland statt.

Viele architektonische Meilensteine haben die Architekten der Kathedrale gelegt, allen voran Jean d'Orbai aus Orbai an der Marne, Jean-le-Loup, Gaucher de Reims, Bernard de Soissons, Adam und Robert de Coucy, die mit der eindrucksvollen Rosette der Hauptfassade, dem neuen Maßwerk und der bewegten und aufstrebenden Fassade ein Vorbild für viele Kathedralen in Frankreich waren. Wie schreiben es die Autor*innen bei Wikipedia:

Die ganze Fassade mit ihren enormen Steinmengen ist eine rauschhafte Bewegung nach oben.
(Quelle: Wikipedia)

Kreuzgewölbe in der Kathedrale - Die Kathedrale ist im Inneren schon 139 Meter lang.

Kreuzgewölbe in der Kathedrale

Die Kathedrale ist im Inneren schon 139 Meter lang.
Photo: Thomas Schürmann, Sigma DP Merrill,

Die Königsgalerie war ursprünglich vergoldet. Es sind 56 Statuen, alle 4 m 30 hoch und einem Gewicht von 6 - 7 Tonnen. Sie sind proportional zur Entfernung vom Boden vergrößert.

Der Altarraum - Großer Gott wir loben Dich. Der Kathedralenwettbewerb im Frankreich der Gotik unter den Kardinälen hatte dramatische Folgen. Kirchen stürzten ein oder sind heute nur mit Mühe statisch zu erhalten, so hoch brachte der Geltungsdrang der selbsternannten Gottesmänner die Spitzbögen nach oben.

Der Altarraum

Großer Gott wir loben Dich. Der Kathedralenwettbewerb im Frankreich der Gotik unter den Kardinälen hatte dramatische Folgen. Kirchen stürzten ein oder sind heute nur mit Mühe statisch zu erhalten, so hoch brachte der Geltungsdrang der selbsternannten Gottesmänner die Spitzbögen nach oben.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Als besonders vorbildhaft möchte ich die Gestaltung des Kathedralenvorplatzes bezeichnen. Selten habe ich eine so schöne moderne, aber angemessene Gestaltung eines Kirchenvorplatzes gesehen. Die Materialauswahl, ebenfalls Lutetianer Kalkstein, die schlichte Gestaltung, die Zurückhaltung, die Öffnung der Sitzgelegenheiten zum Platz, ihre Anordnung im Schatten der Bäume überlässt den Platz den Menschen und die Wirkung der Kathedrale. Hier gibt es dazu eine sehr schöne, auch visuell aufbereitete Geschichte des Vorplatzes, die eigentlich eine Pflichtlektüre für jeden Stadtplaner darstellen sollte.

Vorplatz der Kathedrale - Fast 20 Jahre besteht der gelungen umgestaltete Vorplatz der Kathedrale heute. Jung und alt sitzen auf den Steinbänken im Schatten und haben ungehinderten Ausblick auf die Kathedrale.

Vorplatz der Kathedrale

Fast 20 Jahre besteht der gelungen umgestaltete Vorplatz der Kathedrale heute. Jung und alt sitzen auf den Steinbänken im Schatten und haben ungehinderten Ausblick auf die Kathedrale.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e,

Die Umgestaltung erfolgte nach einem Wettbewerb von 2003, den die Madrider Architekten von Linazasoro&Sánchez Arquitectura gewannen. Eine ganz ausgezeichnete Arbeit. Der Platz reiht sich in die Liste meiner Lieblingsplätze ein, zu denen noch die Piazza del Campo von Siena und der Große Markt von Brüssel zählen. 

Nach einer ausgiebigen Besichtigung, für die Turmbesteigung sind wir leider zu spät, machen wir uns auf in die Innenstadt. Wer Teil II unserer Wallonie-Reise gelesen hat, weiß, wie es in Charleroi zu ging, die Stadt war regelrecht ausgestorben. Hier in Reims das komplette Gegenteil, scheinbar die ganze Stadt und noch 20.000 Touristen sind auf den Beinen und bewuseln die Innenstadt. Ich hatte mich so auf Reims gefreut, aber hier ist es mir zu heiß, zu voll, zu laut und zu geschäftig. Ich will nur weg. Was mir auch aufgefallen ist, es gibt keine aus der Reihe fallenden Restaurants. Alle geben sich ganz klassisch städtisch mit langen Reihen von nebeneinander stehenden Tischen. Ich finde das nicht sehr attraktiv, es hat immer etwas von Abfertigungsbetrieb. Und ebenso merkwürdig: es gibt kaum Geschäfte außerhalb der Fußgängerzone. Das ist in Brüssel komplett anders. Und schöner.

Ein Highlight erleben wir aber noch, auch wenn es gerade eingerüstet ist.

Das Cinéma Opéra in Reims - Art déco und Jugendstil des ehemaligen Kinos sind leider nur noch eine Fassade.

Das Cinéma Opéra in Reims

Art déco und Jugendstil des ehemaligen Kinos sind leider nur noch eine Fassade.
Photo: Thomas Schürmann, Nikon D800e, 2022

Rue de Thillois

Cinéma Opéra

In der Rue de Thillois in Reims gibt es ein wunderschönes, leider vernachlässigtes architektonisches Kleinod zu besichtigen, das Kino Cinéma Opéra von 1922. Es wurde im Stil des Art déco und des Jugendtils erreichtet. Entworfen wurde es von den Architekten Émile Thion und Marcel Rousseau entworfen. Für die Glas- und Skulpturarbeiten wurden weitere Künstler engagiert. Leider wurde die Fassade zur Rue Théodore Dubois 1926 abgerissen, 1981 wurde das Innere umgebaut und zur Zeit steht nur noch die Fassade zur Rue Thillois. 2021 wurde damit begonnen, das schöne Kino in ein Apartment-Gebäude umzubauen, leider bleibt nur noch die Fassade erhalten. Warum staatliche Denkmalschützer immer nur auf Fassade bezogen denken, das wird mir immer unbegreiflich bleiben.

Wir fahren zum Hotel und erreichen es gegen 18 Uhr 30. Wir hatten uns wegen der schönen Zimmer und des Preises für das Mercure Hotel am Stadtrand entschieden. Es ist ein aufgewertetes Mercure, mit einer Brasserie und einer relativ peppigen Lounge-Lobby. Gefällt.

Auf dem Zimmer telefonieren wir interessante Restaurants ab, aber wir Naivlinge! Seufz! Es ist Samstag! Fast 19 Uhr und fast alles was schön oder nett aussieht ist ausgebucht. So entschließen wir uns in der Brasserie des Mercure zu essen. Auf der Terrasse, zwar ohne umwerfende Aussicht, aber an der frischen Luft und mit sehr freundlicher mehrsprachiger Bedienung. Ich lerne nochmals. Immer Hotel und ein Restaurant buchen. Immer. Immer.

Der Tag geht zu Ende, und wo ich dies schreibe, wird er noch einmal zu einer reicheren, wirklich schönen Lebenserfahrung. Das bleibt.

In der letzten Etappe machen wir eine kleine Tour durch die Champagne.

Änderungen:

17.07.2022: Link zur Eisenbahnnetzkarte von Frankreich ergänzt 

Conclusio

Teil III unserer Wallonie-Reise führte uns von der Sambre, über Chimay, das Kloster Scourmont und Signy-l'Abbaye bis nach Reims. Im Mittelpunkt der Rückschau stehen die Landschaft, Bier und die Entwicklung der Eisenbahn im Hennegau Ende des 19. Jahrhunderts.

Kommentare (0)


Schreibe einen Kommentar




Mit dem Absenden des Kommentars stimme ich zu, dass der genannte Name, die genannte E-Mail-Adresse von cronhill.de im Zusammenhang mit dem von mir verfassten Kommentar gespeichert wird. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.